Alpen

27. August 2011

Deutscher Urlauber stürzt 100 Meter in den Tod

Ein 67-jähriger Deutscher ist bei dem Versuch, den höchsten Berg Österreichs zu besteigen, vor den Augen seiner Frau ausgerutscht und in den Tod gestürzt.

Vor den Augen seiner Frau ist ein 67-jähriger Deutscher am Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs, 100 MeterGrossglockner tief in den Tod gestürzt. Der Urlauber sei beim Versuch sich Steigeisen anzuziehen, auf einer vereisten Stelle

ausgerutscht, meldete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Polizei. Das Paar wollte demnach über den Normalweg zum Gipfel des Großglockners.

Beim Absturz schlug der Mann laut APA mehrmals auf Steine auf. Die von Augenzeugen alarmierten Rettungskräfte konnten ihm nicht mehr helfen. Ein Hubschrauber barg den Verunglückten und seine Frau. Diese musste von einem Spezialistenteam psychologisch betreut werden.

AFP/tts
Quell: Welt Online 27. August 2011

Riesige Felsmassen stürzen vom Eiger-Massiv

Nach dem Abbruch riesiger Gesteinsmassen vom berühmten Eiger-Massiv in der Schweiz warten Geologen und Touristen auf weitere spektakuläre Felsstürze. Die betroffene Ostflanke des Eigers sei weiter in Bewegung, teilte der Rettungschef der nahen Ortschaft Grindelwald mit, wie die Schweizer Nachrichtenagentur SDA meldete. Rund 500.000 Kubikmeter Gestein waren donnernd zu Tal gestürzt, was etwa dem Volumen eines 50-stöckigen Hochhauses entspricht.

Zwei Millionen Kubikmeter Fels gelten als absturzgefährdet

Die Gesteinsmassen lösten sich mit lautem Getöse und stürzten auf den darunterliegen Grindelwald-Gletscher. Über der Gemeinde Grindelwald bildete sich eine dicke Wolke aus Geröllstaub. Durch den Felssturz entstand ein sieben Meter breiter und 250 Meter langer Spalt. Menschen waren nicht in Gefahr. Der Berg liegt weitab von der nächsten Ortschaft.

Geologen beobachteten das südöstlich der Schweizer Hauptstadt Bern gelegene Massiv schon seit mehreren Tagen, weil Gesteinsbewegungen festgestellt worden waren. Insgesamt gelten zwei Millionen Kubikmeter Fels als absturzgefährdet. Wissenschaftler vermuten, dass das vom Abschmelzen der Gletscher in den Berg eindringende Wasser dazu führt, dass dieser brüchig wird.

Quelle: tagesschau.de

Gondelabsturz in den Ötztaler Alpen

Im österreichischen Sölden sind beim Absturz einer Seilbahngondel neun Menschen ums Leben gekommen. Sämtliche Opfer waren Deutsche.

Tragisches Gondelunglück am Alpengletscher: Beim Absturz einer Seilbahn, die von einem riesigen Betonkübel getroffen wurde, sind in Tirol neun Menschen in den Tod gerissen worden. Nach Angaben von Augenzeugen hatte ein Transporthubschrauber in den Ötztaler Alpen auf dem Flug zur Bergstation oberhalb von Sölden den etwa 750 Kilogramm schweren Behälter verloren. Er stürzte aus rund 300 Metern Höhe ab und traf eine Gondel direkt.

Bei den Opfern handelte es sich um jugendliche Skiläufer aus Deutschland. Eine Jugendgruppe des Deutschen Alpenvereins sei mit der Seilbahn auf dem Weg zum Skitraining gewesen. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Vermutlich sieben Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Kabine aus ihrer Verankerung gerissen und stürzte etwa 50 Meter in die Tiefe, wo sie auf felsigem Grund aufschlug. Das Tragseil geriet in heftige Schwingungen, so dass Fahrgäste aus zwei anderen Kabinen herausgeschleudert wurden. Die Abgestürzten waren nach Auskunft von Notärzten auf der Stelle tot.

Der Transporthubschrauber war auf dem Weg zu einer Baustelle an der Bergstation der Seilbahn, als sich ein großer, mit Beton beladener Metallbehälter aus der Verankerung löste. Der Helikopter stammt aus der Flotte des Salzburger Transportunternehmens Knaus, das in den vergangenen Jahren durch mehrere Unfälle Aufsehen erregte.

Notruf aus einer Gondel Um 13.15 Uhr erreichte die Leitstelle des Bundeslandes Tirol der erste Notruf. “Der Anruf kam von einem Augenzeugen über Handy aus einer Gondel, die nicht von dem Unglück betroffen war”, berichtete der stellvertretende Leistellenchef Herbert Supper der dpa. “Wir haben sofort alle verfügbaren Kräfte alarmiert.” Die Unglücksstelle befand sich nach Worten Suppers in rund 2800 Metern Höhe im Schnee, wo nur Hubschrauber landen konnten. Die Schwerverletzten wurden in die Universitätsklinik nach Innsbruck geflogen. Zwölf Rettungshubschrauber, 60 Sanitäter und sechs Notärzte waren im Einsatz. Bis zum Nachmittag waren alle Passagiere aus den noch am Seil hängenden Kabinen geborgen. Auf dem Gletscher herrschte am Unglückstag Sommerskibetrieb bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel.

Die Seilbahn auf die 3.309 Meter hohe Schwarze Schneid am Tiefenbachferner war bereits im vergangenen Jahr Schauplatz eines spektakulären Unfalls. Am 14. November hatte sich das Steuerseil der Bahn mit einer leeren, talwärts fahrenden Gondel verfangen. Eine Kabine war daraufhin abgestürzt. In der Folge mussten 113 Fahrgäste, darunter viele Deutsche, in etwa 50 Metern bei starkem Frost mehrere Stunden in ihren Gondeln warten, bis sie schließlich abgeseilt werden konnten. Zwei Mitarbeiter der Bahn wurden später vom Dienst suspendiert. Das Unglück in Tirol ist der zweite Seilbahn-Absturz, bei dem ein Fluggerät beteiligt ist. Im Februar 1998 hatte bei Cavalese in den italienischen Dolomiten ein US-Militärjet das Tragseil einer Gondelbahn mit der Heckflosse durchtrennt. Die Kabine stürzte 80 Meter in die Tiefe. Alle 20 Insassen, unter ihnen acht deutsche Skiurlauber, starben. Der Militärjet war unerlaubt im Tiefflug geflogen. Im April 2000 akzeptierten die Hinterbliebenen einen Schadenersatz von 40 Millionen Dollar (2 Millionen je Opfer).

Christian Fürst/DPA

Quelle Google News

Garmisch von der Außenwelt abgeschnitten

Weilheim (ddp-bay). Das Hochwasser in Bayern breitet sich durch anhaltende Regenfälle immer weiter aus. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, ist Garmisch-Partenkirchen inzwischen von der Außenwelt abgeschnitten. Im nahe gelegenen Gemeindebereich Eschenlohe trat die Loisach über die Uferbefestigungen. Das östliche Gemeindegebiet Eschenlohes steht seitdem unter Wasser. Neben Garmisch-Partenkirchen und Kempten wurde auch im östlichen Landkreis Weilheim-Schongau Katastrophenalarm ausgelöst. Regensburg meldete ebenfalls drastisch steigende Pegel der Donau.

Vom Krisenstab wurden in den Überschwemmungsgebieten Vergleiche mit dem Pfingsthochwasser von 1999 gezogen. Anwohner wurden aufgefordert, ihre Keller und Tiefgaragen sowie die Wohnungen im Erdgeschoss zu räumen und zu sichern. Häuser und Campingplätze wurden evakuiert. Mehrere hundert Helfer von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Bundeswehr, Rotem Kreuz und Polizei sind in den Hochwassergebieten im Einsatz.

In Regensburg meldete die Stadt schneller steigende Donaupegel als bei früheren Hochwassern. Mit Überflutungen der Uferstraßen wurde im Laufe des Dienstagabends gerechnet. Die Stadt rief daher dazu auf, Autos in Ufernähe in Sicherheit zu bringen. Entlang des Regens wurden am Vormittag Sandsackdepots eingerichtet.

Auch in Kempten verschärfte sich die Hochwassersituation entgegen der ersten Erwartungen am Dienstag noch einmal. Am Vormittag wurde ein Pegel von 6,27 Metern erreicht mit steigender Tendenz. Damit wurde der Pegel des Pfingsthochwassers von 6,21 Metern weit übertroffen. Problematisch wurde die Situation laut Polizei vor einer Brücke in Rosenau. Dort sammelte sich angeschwemmtes Treibholz an. Die Brücke drohte unter der Belastung zu brechen. Auch auf der Autobahn A 8 drohte die neue Lechbrücke einzustürzen. Die Autobahn wurde zwischen den Anschlussstellen Augsburg Ost und Augsburg West am Vormittag vollständig gesperrt.

Im Allgäu und in Oberbayern sind wegen des Hochwassers ebenfalls viele Straßen und Bahnstrecken gesperrt. Für die Menschen in den Hochwassergebieten wurden Bürgertelefone eingerichtet. Die Nummer für Garmisch-Partenkirchen lautet 08821/751321 und 08821/751444. Das Regensburger Krisentelefon hat die Nummer 0941/5072326. Im Kreis Weilheim-Schongau können sich Betroffene unter 0881/681100 informieren.

Quelle: ddp ; Yahoo Nachrichten von Dienstag den 23.8.2005

Leichen aus dem Ersten Weltkrieg in italienischem Gletscher entdeckt

Peio/Italien (AP) Im Eis eines italienischen Gletschers sind die gefrorenen Leichen von drei im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten entdeckt worden. Es handele sich um Soldaten des damaligen Kaiserreichs Österreich-Ungarn, sagte am Montag der Vorsitzende des Kriegsmuseums der Stadt Peio, Maurizio Vincenzi. Der Hobby-Historiker hatte die nahezu perfekt erhaltenen Leichen am Freitag entdeckt. Die Soldaten seien vermutlich bei der Schlacht um den Berg San Matteo am 3. September 1918 erschossen worden, sagte Vincenzi. Identifiziert wurden sie bislang nicht. Am Dienstag sollte ein Gottesdienst für die drei vor 86 Jahren getöteten Männer stattfinden.

Quelle: Yahoo! Deutschland Nachrichten; Montag 23. August 2004, 19:09 Uhr

Felsgipfel des Montblanc nicht an der höchsten Stelle

Paris (AP) Der Gipfel des Montblanc ist nicht seine höchste Stelle: Französische und Schweizer Forscher fanden jetzt heraus, dass der 4.792 hohe Felsgipfel des höchsten Berg Europas etwa 40 Meter westlich des Punktes liegt, der – von einer 28 Meter hohen Eisschicht bedeckt – in einer Höhe von 4.808 Meter kulminiert. Über dem «echten» Gipfel ist der Gletscher dagegen nur 14 Meter dick.

Diese Ergebnisse von Radaraufnahmen aus dem Frühjahr stellte der Gletscherforscher und Geophysiker Christian Vincent vom nationalen französischen Forschungsinstitut CNRS am Montag in Chamonix vor.

Der Montblanc war in den letzten Jahren immer wieder für eine Überraschung gut. Im Oktober 2001 berichteten Geologen von einer satellitengestützten Präzisionsmessung, wonach der Berg sogar 4.810,40 Meter statt der bis dahin angenommenen 4.807 Meter hoch war. Doch die Klimaerwärmung ließ den Gletscher in nur zwei Jahren um fast zwei Meter schmelzen. Im September letzten Jahres gaben die Wissenschaftler die Höhe mit 4.808,45 Meter an.

Quelle: Yahoo! Deutschland Nachrichten; Dienstag 3. August 2004, 12:11 Uhr

50 Meter hoher Dolomiten-Fels ist eingestürzt

Cortina D’Ampezzo/dpa. Cortina D’Ampezzo/dpa.In den Dolomiten ist ein gut 50 Meter hoher Fels eingestürzt, der zur berühmten Bergformation der «Fünf Türme» bei Cortina D’Ampezzo gehört. Die schroffe Felsnadel namens «Trephor», die unter Freeclimbern beliebt war, wurde nach Angaben von Experten durch natürliche Erosion Anfang Juni zu Fall gebracht. «Es ist, als habe eine Bombe ein Kunstwerk zerstört», sagte der Geologe Riccardo Genevois der Mailänder Zeitung «Corriere della Sera» (Montagausgabe). Die Gesteinsmassen des einst stolzen Bergfingers liegen nunmehr wie ein Trümmerfeld auf über 2000 Meter Höhe.

Zugleich kritisierte er: «Der Einsturz war nicht zu verhindern, aber vorherzusehen.» Wären bei dem Zusammenbruch Kletterer am Fels gewesen, hätten sie keine Chance zur Rettung gehabt. Doch für entsprechende Kontrolle habe das Geld gefehlt. Die Ursache des Einsturzes sei allen Geologen bekannt: Regenwasser dringt in die Felspalten ein, das bei niedrigen Temperaturen gefriert. Das sich ausdehnende Eis beschädigt dann den Felsen.

Die «Fünf Türme» sind eine Formation aus insgesamt elf Felsnadeln. Die Felsstruktur «Trephor» habe sich bereits seit einiger Zeit zunehmend zur Seite geneigt. Das gleiche Schicksal könne auch die anderen, wesentlich höheren Felsen ereilen.

«Wir haben zwar bemerkt, dass sich der “Trephor” zur Seite neigt, aber uns wäre nie in den Sinn gekommen, dass er plötzlich zusammenbrechen könne», klagt ein Hüttenwirt. Der Landesgeologe im benachbarten Südtirol, Ludwig Nössing, räumte ein, dass man manchen Erosionsschäden durch technische Eingriffe entgegen wirken könne. «Grundsätzlich sind hier Interventionen möglich. Wenn man die Lage erkennt, kann man den Fels durch “Plombierungen” stabilisieren.» Es komme dabei allerdings auf die Ausmaße an.

Quelle: mz-web.de; erstellt 07.06.2004

Das Matterhorn bröckelt

Hitzeschock für Schweizer Wahrzeichen

Genf/Zermatt (dpa) – Nach der Swissair bekommt in diesen Tagen ein weiteres Schweizer Wahrzeichen Risse: Das Matterhorn, der mit 4478 Metern bekannteste Berg der Schweiz, bröckelt. Seit am Dienstag tonnenweise Gesteinsmassen aus 3400 Meter Höhe zu Tal donnerten, war das «Hörnli» bis zum Wochenende für Bergsteiger gesperrt.

Die wochenlange Hitze hat zunächst den Schnee weggeschmolzen und dann den Dauerfrost angegriffen. Wo normalerweise Minustemperaturen herrschen, knallt die Sonne jetzt ungehindert auf die Felsen. Als Folge wird der Berg brüchig. «Alarm: das Matterhorn bricht ab» titelte die Boulevardzeitung «Blick» am Mittwoch. Geologen sehen das zwar nicht ganz so schlimm, sind aber doch besorgt.

Rund 150 Bergsteiger wollen in der Hauptsaison pro Tag auf das Horn. Schon immer bröckelte es zwischen ihren Füßen, Fehltritte kosten pro Jahr etwa zehn Menschen das Leben. Jetzt ist es offiziell gesperrt, was es noch nie gab, und was sich nach Angaben des Bergführerpräsidenten

von Zermatt, Miggi Biner, nicht kontrollieren lässt. «Wir haben den Berg jetzt für gesperrt erklärt. Wenn einer trotzdem raufgeht, wäre das kompletter Selbstmord», sagt Biner.

Etwa 90 Bergsteiger wurden am Dienstag fünf Stunden lang mit Hubschraubern vom Berg geholt. Kurz zuvor hatten sich hunderte von Kubikmetern Gesteinsmassen in 3400 Meter Höhe gelöst. Das Geröll löste sich im Bereich der Hauptroute am Hörnligrat. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Aber dieses Glück muss es nicht ein zweites Mal geben, warnen Bergführer. Keiner von ihnen ist derzeit bereit, auf den Berg zu gehen, sagt Biner. Geologen prüfen, ob etwa durch Sprengungen weitere Abstürze kontrolliert ausgelöst werden können. «Es sind noch mehrere lose Felsblöcke zu sehen», weiß Biner.

Jetzt werden durch das Tauwetter Felswände gelockert, die normalerweise durch das Eis zusammen gehalten werden. Tauwasser unterspült die Felsen, wirkt wie Seife, über die das Gestein weggespült wird. Permafrost oder Dauerfrostboden ist ein Untergrund, der für mindestens zwei Jahre eine Temperatur von null Grad nicht überschreitet. Jetzt liegt die Null-Grad-Grenze an vielen Tagen bei über 4400 Meter.

Eine Schweizer Schokoladenmarke hat es sich sogar patentieren lassen: Das charakteristische Erscheinungsbild des Matterhorns, als ein in den blauen Himmel ragendes Dreieck. Fast drei Millionen Besucher kommen jedes Jahr nach Zermatt, um einen Blick auf den Berg zu werfen. Wobei er unter Kennern nur von der Schweiz aus schön und majestätisch aussiehNichts versperrt hier die Aussicht auf das Horn. Von Italien aus gleicht es aber eher einem Stein- oder Schutthaufen. Droht im dieses Schicksal auch in der Schweiz? Wenn der Permafrost sich auflöst, ist die «Sphinx der Alpen» wirklich in Gefahr, fürchten Wissenschaftler.

Quelle:Yahoo! Deutschland Nachrichten; Sonntag 20. Juli 2003

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